Digitale Pioniere: Nachtragendes zur „Digitalisierung der Kirche“ – eine kurze Replik

Website der rheinischen Kirche aus dem Jahre 1997

Ob christlicher Internet-Pionier oder doch Online-Dinosaurier, dieses Urteil mögen andere fällen. Jedenfalls bin ich seit nun zwanzig Jahren im Internet für Kirche unterwegs – in dieser Zeit hat sich viel verändert. Als ich begann, konnte man Entscheidungsträger daran erkennen, dass kein PC in ihren Büros standen, mit der Zeit hielten E-Mails Einzug im Kommunikationsalltag, wer wichtig war, erhielt seine Mails ausgedruckt. Dies hat sich seit langem geändert, heute bloggen und facebooken Leitende Geistliche.

via Theonet.de

Tools für Gemeindeorganisation: Digitale Kirche ist mehr als automatische Heizungssteuerung

Gemeinde organisieren
Gemeinde organisieren

Letzte Woche haben wir ins Landeskirchenamt Anbieter von Programmen und Tools für Gemeinde- und Kirchenorganisation eingeladen. Das gibt keine vollständige Marktübersicht, aber einen Überblick und Perspektiven, wie sich Tools entwickeln.

Neben kircheneigenen Anbietern kommen auch skandinavische Firmen auf den deutschen Markt. Große Unternehmen bauen Kirchenabteilungen auf, um ihre Produkte gezielt Gemeinden und Landeskirchen anbieten zu können. Digitalisierung bei Kirchen scheint ein großer Markt zu sein. Außerdem werden die Programme und Tools überkonfessioneller, Anbieter aus dem katholischen Bereich entwickeln Varianten mit protestantischer Terminologie und vice versa, Tools aus dem freikirchlichen Bereich nehmen landeskirchliche Gepflogenheiten auf.

via Theonet.de

Let’s Encrypt SSL Certificate installed

– Congratulations! Your certificate and chain have been saved at: ***

Your key file has been saved at: ***

Your cert will expire on 2019-04-22. To obtain a new or tweaked version of this certificate in the future, simply run certbot again. To non-interactively renew *all* of your certificates, run “certbot renew”

– If you like Certbot, please consider supporting our work by: Donating to ISRG / Let’s Encrypt: https://letsencrypt.org/donate Donating to EFF: https://eff.org/donate-le

Thanks to the Tutorial “Tutorial: Using Let’s Encrypt SSL certificates with your WordPress instance in Amazon Lightsail” (https://lightsail.aws.amazon.com/ls/docs/en/articles/amazon-lightsail-using-lets-encrypt-certificates-with-wordpress) I was able to install my first SSLcertificate on this WordPress blog myself (:-))

Another step taken.

Liturgischer Kalender als WordPress-Plugin

Danke an Thomas Arend für dieses WordPress-Plugin, dass den liturgischen Kalender darstellt. Die Installation hat in meiner WordPress-Instanz problemlos geklappt, ich habe einfach “Kirchenjahr evangelisch” im Plugin-Menü eingegeben.

Bei Github findet sich der Kalender auch hier: https://github.com/Byggvir/ev-kirchenjahr

Im Post lasst sich der liturgische Kalender einfach per Shortcode aufrufen, über Parameter lässt er sich konfigurieren.

[litkalender fields=0,1,2,3,4,5,6,7,9  size=big]

Obiger Shortcode führt zu dieser Ausgabe:
(Hinweis: diesen Shortcode nicht kopieren, sondern abtippen, da die eckigen Klammern HTML-codiert sind, sonst würde der Shortcode ja ausgeführt und nicht darstellt.)

Nächster Feiertag
February 17, 2019
Septuagesimä
Woc­hen­psalm:
Ein­gangs­psalm:
AT-Le­sung:
E­pis­tel:
Pre­digt­text:
E­van­ge­li­um:
Woc­hen­lied:
EG 342 - Es ist das Heil uns kommen her
EG 452 - Er weckt mich alle Morgen
Woc­hen­spruch:
Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Dan 9,18)
Nächster hoher Feiertag
March 6, 2019
Aschermittwoch


Die Ausgabe des Widgets kann über verschiedene Parameter gesteuert werden.

(Hinweis: da mein Blog als Sprache Englisch hat, wird das Datum auch auf Englisch ausgegeben)

Parametername |  Werte       

size=small oder size=big
Gibt die gewünschte Variante des Widgets an.

css= Vollständige URL zu einer CSS-Datei
Damit lasst sich das Widget formatieren.

date=YYYY-mm-dd (z.B. 2016-12-31).
Hiermit gibt das Widget
Daten für ein bestimmtes
Datum aus.
Standard: aktueller Tag.

current=true
Falls gesetzt, gibt das Widget
Daten für die laufende Woche aus.
Standard: leer

fields= Liste von Werten aus
Tabelle Variante big des Widgets
Standard: 0,1,2,3,4,5

Auswahl liturgischer Felder (fields):

0 | Wochenspruch (als Bibelstelle)

1 | Wochenpsalm

2 | Eingangspsalm

3 | AT-Lesung

4 | Epistel

5 | Predigttext

6 | Evangelium

7 | Wochenlied

8 | liturgische Farbe als Text

9 | Wochenspruch (als Text)

Wenn ich noch ein Wunsch an den Widget-Programmierer äußern darf, ich würde mich über eine Verlinkung der Bibelverse mit einer Online-Bibel sehr freuen, ansonsten danke fürs Bereitstellen des Widgets.


Nachtrag 21.01.2019: Wunderbar, nun läuft das Widget in mit Links, ich habe ein Update vorgenommen – und nun sind die Bibeltexte mit Links unterlegt. Prima!

Kaffee – Fairtrade, Gemüse – Bio, Digitales – Fragezeichen?

Welches Siegel fü Digitales?

Wer auf Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit oder Gesundheit setzt, kann sich an der Theke im Geschäft orientieren, es gibt Fairtrade- und Bio-Produkte. Auch bei Discountern habe ich oft diese Wahlmöglichkeit, nicht bei allen Produkten, aber immer öfter. Wie mache ich es aber im Internet? Wer sich auch digital für Inklusion, Nachhaltigkeit und Schutz von Daten einsetzen will, ist entweder ratlos oder muss auf Insel-Lösungen setzen, mancher wird gar abstinent. Welche Wahlmöglichkeiten haben wir als Verbraucherinnen und Verbraucher?

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Gedankenanstoß zum neuen Jahr: Plädoyer für #FreieSoftware

Privat nutzen wir Linux als Betriebssystem unserer PCs und Notebooks zu Hause, aber ein Leben ohne Google, Facebook & Co kann ich mir zurzeit nicht vorstellen. Gerade deshalb finde ich es gut, dass ich immer wieder an die Vorteile Freier Software erinnert werde. So teile ich gerne hier eine Mail von Wolf Dieter Zimmermann:


Liebe Freunde Freier (und damit kontrollierbarer) Software,

kaum ist das neue Jahr angebrochen, bricht die nächste Datenleckwelle über uns herein.
 
Private Datenvorsorge wird zum Gebot der Stunde und inzwischen mehr als nötig.
 
Auch wenn es  – so wird inzwischen vermutet – ein nicht allzu kundiger Hacker war, der einen Youtube-Account kompromittiert hat, weist das Ergebnis doch überdeutlich auf einige Fragen hin.
 
Die Fragen an die zuständigen Behörden lasse ich hier mal weg.
 
Die für uns wichtigere Alltagsfrage besteht vermutlich darin, wie wir selbst kundiger werden können, um unsere Daten verantwortlicher zu schützen.
 
Sind wir es doch selbst, die unglaublich freizügig mit unseren Daten um uns werfen. Ein Gewinn bei einem Preisausschreiben (dessen offensichtlicher Zweck der Abgriff unserer Daten ist) mit einer Chance von 1 zu einer Million veranlasst den einen oder die andere, private Daten in eine Maske einzutragen, von der wir nicht wissen, wer sie wartet, weiter verwendet, verkauft oder sonst was damit macht.
 
Die meisten Versuche, in fremde (also unsere!) Rechner einzudringen, kommen über die Werbung. Weshalb haben dann nicht alle bereits Werbeblocker (wie etwas ublock origin) als Addon beim Firefox eingerichtet? Blöd halt, wenn jemand mit anderen Browsern unterwegs ist. Ein Anlass, zu wechseln?
 
Und wo wir doch wissen, dass Google eine gigantische Datenkrake ist: Trotzdem verwenden wir sie als Suchmaschine, obwohl es mit Ixquick oder Startpage deutlich datensicherere Alternativen gibt.
 
Viren und Schadsoftware wird auch gerne in Anhängen, zumeist auch noch im abgeschlossenen Format wie doc oder docx versteckt. Kein Kundiger wird einen solchen Anhang weder anhängen oder gar öffnen.
 
Regelmäßig weisen wir beim Linuxtreff darauf hin, dass niemand, der datenverantwortlich arbeitet, lediglich EIN einziges Passwort – und dann noch den Namen der Katze, der Tochter, des Freunds/Freundin, gar das Wort Passwort selbst – verwendet. Über solche Passwörter freuen sich die Hacker besonders. Mit einem einzigen Passwort den ganzen Rechner unter den Füßen.
 
Gut, wir wissen, dass das bei einem Linuxrechner nicht funktionieren würde, weil ein solcher nie im Modus des Rechnerverwalters betrieben wird. Das wäre übrigens beileibe nicht der einzige Grund, auf Linux umzusteigen.
 
Es sind unsere Bequemlichkeiten, die es den Hackern erleichtern. Wer seine Daten in der Cloud (Datenwolke) ablegt, hat erstens den Spruch (in freier Übersetzung): “Es gibt keine Datenwolke, es gibt nur die Rechner anderer” vergessen, sondern ist selbst schuld, wenn die Daten über (Beispiel etwa Dropbox) unverschlüsselte Datenleitungen transportiert werden.
 
Ein bisher noch wenig diskutiertes Problem besteht nun mal darin, dass alle diese Daten (Facebook, Google, Whatsapp, Instagram) auf einem Zielgerät gespeichert werden. Wie wir im letzten Jahr mehrfach gesehen haben, ist das eine zentrale Schwachstelle. Dagegen würde nur helfen, die Daten in sogenannten föderalen (also verteilten) Netzen zu speichern, wenn man sie denn überhaupt außerhalb der eigenen Verantwortung speichern möchte.
 
Und nicht vergessen: Wir sollten auch nicht außer Acht lassen, dass auch in Deutschland zentral Daten gesammelt werden. Dies soll nach dem Willen aus z.B. dem Gesundheitsministerium auch noch deutlich erweitert werden.
 
Die private Lösung kann eigentlich nur darin bestehen, den Datenklauern jeder Herkunft die Arbeit so schwer wie möglich zu machen – wohl wissend, dass es die absolute Sicherheit definitiv nicht gibt.
 
Statt Google andere Suchmaschinen, jeweils ein Passwort (auch noch klug zusammen gesetzt) für jeweils eine Funktionalität, raus mit der Werbung (aus ursprünglich lediglich einem reinen Informationssystem), raus aus Facebook (und anderen in Wirklichkeit unsozialen Medien) hin zu föderalen Systeme wie etwa Mastodon, Telegram statt Whatsapp, raus aus der von anderen verwalteten Cloud – es gibt tatsächlich Alternativen. Wir müssen sie nur nutzen.
 
In diesem Sinne: Ein datenverantwortliches und hoffentlich gesundes und fröhliches Jahr 2019 – es gibt einiges zu tun.
 
Wir sind – wie auch letztes Jahr verlässlich immer am zweiten Samstag im Monat zeitgleich mit dem Repair Café und der Informationstheke des Freifunk jeweils ab 10.30 bis 13.30 Uhr im Medienhaus am Synagogenplatz. Vielleicht sehen wir uns dort.
Freundliche Grüße
Wolf-Dieter Zimmermann